1. Das Ozonloch –
oder die Mediengewalt mit Gesetzeswirkung.

1. Was ist Ozon

1.1. Entstehung und Eigenschaften von Ozon

1.2. Das elektromagnetische Spektrum

1.3. Ozonkonzentration in der Höhe

1.4. Durchdringung der UV-Strahlung in der Atmosphäre

1.5. Die Meßergebnisse der Ozonkonzentration in Dobson Units (DU)


Wissenschaftler warnen seit etwa ca.1990 vermehrt und öffentlich vor dem Krankheiten erregenden Ozonloch. Ein interessantes Thema für die Medien. Dabei geht die Freiheit der Meinungsäußerung oftmals einher mit der Freiheit zur unvollständigen Tatsachendarstellung.

Überwiegend richtig wird dargestellt, daß die Stratosphären-Ozonschicht ein Schutzschild für Pflanzen, Tiere und Menschen vor harter Ultraviolett-Strahlung (UVb) bildet. Und Löcher in einem Schutzschild können schließlich nur Schaden anrichten. Dies ist einleuchtend und infolgedessen werden zunächst die Schuldigen für diesen Lochfraß gesucht.

Der folgende Beitrag ist eine Sammlung von Fakten und Messungen, die dem
Leser helfen sollen, sich ein eigene Meinung zu bilden.

 

1.1. Entstehung und Eigenschaften von Ozon

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Ultraviolette Strahlungsquanten mit Wellenlängen von <240 nm werden als UV-c Strahlung bezeichnet und sind in der Lage, zweiatomige Sauerstoff Moleküle (O2) in zwei getrennte Sauerstoffatome O* zu zerlegen.

O2 + UV-Strahlung → 2 O*

Daraus bildet sich das dreiatomige kurzlebige Sauerstoffmolekül O3 mit der Fähigkeit, die energiereiche UV-c Strahlung zu absorbieren. Und dieses O3 nennt man Ozon.

O* + O2→O3

Dank der Absorption der UV-c Strahlung durch die Ozonmoleküle werden große Anteile der für die Lebewesen auf der Erde schädlichen Strahlungsenergien schon in großen Höhen der Stratosphäre ( ca 100 km )verschluckt . Die Ozonschicht ist auf diese Weise eine wertvolles Schutzschild, das umso wirksamer ist, je mehr Ozon in in der Atmosphäre enthalten ist.

1.2. Das Elektromagnetisches Spektrum1 ol2

Die Zusammenfassung eine Teils des elektromagnetischen Spektrums soll als
Erinnungshilfe dienen, welche Namensgebungen den jeweiligen Wellenlängen
zugeordnet sind und wie sie im physikalischen Sprachgebrauch auch
diszipliniert verwendet werden.

Diese Darstellung ist scheinbar überflüssig, wird aber bei manchen Presseberichten
zum Verständnis dessen beitragen, was in der Zeitnot oder der politischen Not gehorchend so geschrieben wurde.

Oftmals wird dabei der Unterschied zwischen UV-a, U-b, und UV-c Strahlung nicht
konsequent dargestellt. Damit werden auch die Auswirkungen auf Menschen, Tiere
und Pflanzen auf der Erde dem allgemeinen Verständnis verschlossen bleiben.

1.3. Ozonkonzentration in der Höhe

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Eine häufige Verwechslung erfolgt in Publikationen und Diskussionen um das Ozon in der Atmosphäre: Das Stratosphären-Ozon enthält ca. 90 % des gesamten Ozons, während das bodennahe, angeblich nur von anthropogenem Smog erzeugte Troposphären-Ozon mit einem Anteil von 10 % eine eigene Rolle spielt, auf die hier nicht eingegangen werden soll.
Das Bild zeigt hierzu die Partialdruckverteilung von Ozon in Abhängigkeit von der Höhe nach [ 6 ]. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ozonschicht

1.4. Durchdringung der UV – Strahlung in der Atmosphäre

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Die Abbildung nach [ 6 ] zeigt die Eindringtiefe der UV-a, UV-b, und der „harten“  UV-c Strahlung bis zur Höhe über MSL. Überlagert ist die Darstellung der Ozon-Konzentration in Dobson Units pro km.

1.5. Die Meßergebnisse der Ozonkonzentration in Dobson Units (DU)

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Nach Dobson [ 8 ] wird modellhaft innerhalb eines Beobachtungsraums das gesamte Ozon auf die Temperatur von Null Grad Celsius bei dem Druck von 1 Atmosphäre normiert und in Summe als Scheibendicke dargestellt.
Solchermaßen  entsprechen 1 mm Scheibendicke 100 Dobson Units.  Ozonkonzentrationen von >300 DU werden als nahezu bedenkenlos eingestuft. Bei weniger, also Meßungen <300 DU, wird Angst und Schrecken in den Medien verbreitet. Und die politisch vorauseilenden Stimmenfängernetze zappeln voller Bedenken nur so vor sich hin.

Die Ozonmängel in der Stratosphäre und die Medien

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Die  NASA publiziert die Messergebnisse des TOMS ( Total Ozon Mapping Spektrometer) an Bord des Satteliten Nimbus 7 kontinuierlich im Internet seit Januar 1978 bis Mai 1993.

Trotz der Verfügbarkeit von täglichen Meßergebnissen werden nur die Ozon-Mittelwerte der Monate Oktober eines Jahres über der Antarktis (Südpol) in den Medien dargestellt [ 4 ].
 
Diese Darstellung für sich alleine gesehen, ist geeignet, eine scheinbar jährliche Ausdünnung der Ozonschicht auf Werte von bis zu 180 als Anlass zur Besorgnis zu nehmen. Die Medien hätten mit wenig Aufwand diese Besorgnis der Bürger und der Politiker durch die vollständige Beschreibung des unterjährigen Verlaufs der Ozonkonzentration relativieren können.

Die TOMS Meßergebnisse liegen seit 1990 nahezu in täglicher Folge vor, so daß über den Jahresverlauf schon sehr frühe Informationen vorliegen.

Die anschließende Bildfolge zeigt solche Beispiele im Zeitraum von etwa
zwei Jahren (30.7.2003 bis 20.12.2004)

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Die Darstellung der monatlichen Ozon-Mittelwerte in ausgewählten Jahren zeigt übersichtlich den zeitlichen Verlauf der Ozonkonzentration Monat für Monat, wie hier über der Antarktis [ 2 ].

In der breiten Presselandschaft wird niemals darauf hingewiesen, daß sich die Minima der Ozonkonzentration über dem Südpol jährlich im Oktober einstellen und sich im übrigen Jahr auf höherem Niveau befinden.

Statt dessen wurde verbreitet, daß die schützende Ozonschicht durch die Menschen zerstört wird, also sogenannten anthropogenen Einflüssen unterliegt.

Als Ursache wurde die katalytische Wirkung von FCKW  auf die Ozonausdünnung entdeckt. Wie die Menschheit es schaffen soll, ohne die in der Natur existenten Abläufe, die Aktivitäten mit Haarsprays, Lösungsmittel, Kühlschrankkompressoren u.s.w. auch  jahreszeitlich abhängig zu veranstalten, sollte bestenfalls von Kabarettisten beschrieben werden.

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Was stört uns das Ozonloch über dem Südpol, mögen weiter nördlich lebende Wesen sich fragen. Die nächsten beiden Bilder zeigen hierzu den jahreszeitlichen Verlauf der Monatsmittelwerte für den Breitengradbereich von 50 Grad Süd bis 90 Grad Süd.

Im ersten Bild die Ozonkonzentration und im zweiten Bild die geometrische Ausdehnung.

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Messungen mit gleicher Tendenz sind auch für die Nordhalbkugel verfügbar.Hier allerdings bei höheren Ozonkonzentrationen und mit den Minima im arktischen Frühjahr. Seltsamerweise wird dies selten in den Medien beschrieben.